Veranstaltungshinweis
Umbruch in der Data Economy
OSE Symposium am 28.01.2022

Bereits zum 17. Mal in Folge veranstaltet die OSE Organisation pro Software Escrow e.V. (OSE) ihr jährliches Symposium, wie immer zum Jahresauftakt am letzten Freitag im Januar. Der OSE ist es auch diesmal wieder gelungen, eine sehr spannende Veranstaltung mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten zusammenzustellen.

Die „Data Economy“ steht vor einem großen Umbruch: Aufgrund der zunehmenden Marktmacht der Internet-Giganten stehen verstärkt regulatorische Aspekte im Fokus. Facebook beispielsweise hat angekündigt, im großen Stil in die virtuelle Welt „Metaverse“ zu investieren. Darunter versteht man eine Welt, in der physikalische Realität mit erweiterter (Augmented Reality, AR) und virtueller Realität (VR) in einer Cyberwelt verschmelzen. Keine Frage, dies wird voraussichtlich nicht ohne Auswirkungen für die kartellrechtliche Regulierungspraxis bleiben. Auch in anderen Bereichen will man stärker regulierend eingreifen und die EU ist hier nicht tatenlos: Dazu zählt nicht nur der vielbeachtete Vorschlag für eine Regulierung von KI. In Brüssel ist man auch bestrebt, Regelungen für einen fairen und transparenten Datenaustausch zwischen Unternehmen auf den Weg zu bringen. Datentreuhändern kommt dabei möglicherweise eine Schlüsselfunktion zu, die auch neue Escrow-Geschäftsmodelle beflügeln könnte. Die OSE widmet sich diesen Themenkomplexen mit mehreren hochkarätigen Vorträgen und zeigt deren Bezug zum Escrow auf, das sich von der klassischen Software-Hinterlegung zum modernen „Digital Escrow“, der Hinterlegung von digitalen Wirtschaftsgütern, entwickelt hat. In diesem Zusammenhang wird auch das von den Vorstandsmitgliedern der OSE Dr. Frank Remmertz und Christian Kast herausgegebene Praxishandbuch zum Digital Escrow, das voraussichtlich im März 2022 erscheinen wird, vorgestellt.

Einen Umbruch erlebt gerade auch unser Schuldrecht, das gleich mit mehreren Reformvorhaben aus Brüssel an das digitale Zeitalter angepasst wird. Dazu gehört die Umsetzung der „Digitale Inhalte“-Richtlinie und der Warenkauf-Richtlinie, die in der Praxis eine herausragende Bedeutung haben und von namhaften Referenten vorgestellt werden.

Der wachsenden Bedeutung des Datenschutzrechts in der „Data Economy“ ist ebenfalls ein eigener Vortragsblock gewidmet. Spätestens seit dem EuGH-Urteil „Schrems II“ zählen dazu auch verstärkt sicherheitsrelevante Fragen beim Transfer von Daten in unsichere Drittstaaten. Für viele Unternehmen dürfte besonders interessant sein, wie dies aus Sicht des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht beurteilt wird und welche nationalen Besonderheiten gelten, z.B. in wichtigen Schlüsselländern wie China.

Es lohnt sich somit auf alle Fälle, sich den Termin am 28.01.2022 schon mal vorzumerken. Wenn es die Pandemiesituation erlaubt, findet die Veranstaltung in Präsenzform statt. Das vollständige Programm des Symposiums mit der Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie HIER.